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Maoismus: Unterschied zwischen den Versionen

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Maoismus
 
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Guzmán hielt den Maoismus für die nächste Entwicklungsstufe des Marxismus–Leninismus, nahm also an, dass Konzepte des Mao-Zedong-Gedanken wie etwa der [[Langandauernder Volkskrieg|Langandauernde Volkskrieg]], [[Kulturrevolution]] oder die [[Massenlinie]], die [[Mao Zedong]] spezifisch auf die materiellen Bedingungen [[China|Chinas]] während der [[Chinesische Revolution|Chinesischen Revolution]] anwandte, universell anwendbar seien. Guzmán wich somit von Mao Zedong ab, welcher den Begriff Maoismus ablehnte, da die Taktiken des Mao-Zedong-Gedankens auf einzigartige materielle Verhältnisse angewiesen sind.
Guzmán hielt den Maoismus für die nächste Entwicklungsstufe des Marxismus–Leninismus, nahm also an, dass Konzepte des Mao-Zedong-Gedanken wie etwa der [[Langandauernder Volkskrieg|Langandauernde Volkskrieg]], [[Kulturrevolution]] oder die [[Massenlinie]], die [[Mao Zedong]] spezifisch auf die materiellen Bedingungen [[China|Chinas]] während der [[Chinesische Revolution|Chinesischen Revolution]] anwandte, universell anwendbar seien. Guzmán wich somit von Mao Zedong ab, welcher den Begriff Maoismus ablehnte, da die Taktiken des Mao-Zedong-Gedankens auf einzigartige materielle Verhältnisse angewiesen sind.


Ähnlich wie andere dogmatische und [[Revisionismus|revisionistische]] Tenzenden der kommunistischen Bewegung lehnt der Maoismus aktuell existierenden Sozialismus weitestgehend ab. Hierbei wird insbesondere die Volksrepublik China seit [[Deng Xiaoping]] als [[Kapitalismus|kapitalistisches]] und [[Imperialismus|imperialistisches]] Land deklariert. Lediglich die [[DVRK]] oder [[Kuba]] werden ab und zu von maoistischer Denunzierung verschont oder zumindest von einer weniger schwarz-weißem Perspektive analysiert. Maoismus erklärt auch die [[Sowjetunion]] nach [[Stalin]] als imperialistisches Land. Abgesehen von sozialistischen Ländern lehnt Maoismus [[Nationale Befreiung|nationale Befreiung]] meist ab, es sei denn sie ist von einer sozialistischen Partei geführt. Maoistische Gruppierungen bewältigen innere Unruhen durch Abspaltung anstatt durch die Durchsetzung von [[Demokratischer Zentralismus|Demokratischem Zentralismus]].
Ähnlich wie andere dogmatische und [[Revisionismus|revisionistische]] Tenzenden der kommunistischen Bewegung lehnt der Maoismus aktuell existierenden Sozialismus weitestgehend ab. Hierbei wird insbesondere die Volksrepublik China seit [[Deng Xiaoping]] als [[Kapitalismus|kapitalistisches]] und [[Imperialismus|imperialistisches]] Land deklariert. Lediglich die [[DVRK]] oder [[Kuba]] werden ab und zu von maoistischer Denunzierung verschont oder zumindest von einer weniger schwarz-weißen Perspektive analysiert. Maoismus erklärt auch die [[Sowjetunion]] nach [[Stalin]] als imperialistisches Land. Abgesehen von sozialistischen Ländern lehnt Maoismus [[Nationale Befreiung|nationale Befreiung]] meist ab, es sei denn sie ist von einer sozialistischen Partei geführt. Maoistische Gruppierungen bewältigen interne Unruhen durch Abspaltung anstatt durch die Durchsetzung von [[Demokratischer Zentralismus|Demokratischem Zentralismus]].


Anders als andere dogmatische Strömungen unterstützt der Maoismus die Volksrepublik China vor Deng Xiaoping, die [[Sozialistische Volksrepublik Albanien]] und die Sowjetunion vor und unter Stalin.
Anders als andere dogmatische Strömungen unterstützt der Maoismus die Volksrepublik China vor Deng Xiaoping, die [[Sozialistische Volksrepublik Albanien]] und die Sowjetunion vor und unter Stalin.

Aktuelle Version vom 18. Juli 2025, 15:17 Uhr

Nicht zu verwechseln mit Mao-Zedong-Gedanke.

Maoismus, auch bekannt als Marxismus–Leninismus–Maoismus oder kurz MLM, ist eine dogmatische Strömung der kommunistichen Bewegung, die zuerst von Abimael Guzmán des Leuchtenden Pfads, einer dogmatischen Terrorpartei in Peru, synthetisiert wurde. Maoismus weicht grundlegend vom Marxismus–Leninismus und vom Mao-Zedong-Gedanken ab. Maoismus wurde seit seiner Entstehung von Parteien wie der Communist Party of India (Maoist) in Indien oder der New People's Army der Philippinen als ideologische Grundlage übernommen.

Guzmán hielt den Maoismus für die nächste Entwicklungsstufe des Marxismus–Leninismus, nahm also an, dass Konzepte des Mao-Zedong-Gedanken wie etwa der Langandauernde Volkskrieg, Kulturrevolution oder die Massenlinie, die Mao Zedong spezifisch auf die materiellen Bedingungen Chinas während der Chinesischen Revolution anwandte, universell anwendbar seien. Guzmán wich somit von Mao Zedong ab, welcher den Begriff Maoismus ablehnte, da die Taktiken des Mao-Zedong-Gedankens auf einzigartige materielle Verhältnisse angewiesen sind.

Ähnlich wie andere dogmatische und revisionistische Tenzenden der kommunistischen Bewegung lehnt der Maoismus aktuell existierenden Sozialismus weitestgehend ab. Hierbei wird insbesondere die Volksrepublik China seit Deng Xiaoping als kapitalistisches und imperialistisches Land deklariert. Lediglich die DVRK oder Kuba werden ab und zu von maoistischer Denunzierung verschont oder zumindest von einer weniger schwarz-weißen Perspektive analysiert. Maoismus erklärt auch die Sowjetunion nach Stalin als imperialistisches Land. Abgesehen von sozialistischen Ländern lehnt Maoismus nationale Befreiung meist ab, es sei denn sie ist von einer sozialistischen Partei geführt. Maoistische Gruppierungen bewältigen interne Unruhen durch Abspaltung anstatt durch die Durchsetzung von Demokratischem Zentralismus.

Anders als andere dogmatische Strömungen unterstützt der Maoismus die Volksrepublik China vor Deng Xiaoping, die Sozialistische Volksrepublik Albanien und die Sowjetunion vor und unter Stalin.