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Anarchismus: Unterschied zwischen den Versionen

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Anarchismus ist eine politische Philosophie welche skeptisch gegenüber Autorität ist und Zwangshierarchien ablehnt, sowie die bloße Existenz eines Staates. Während Marxisten ebenfalls eine staatenlose Gesellschaft (kommunistische Gesellschaft) befürworten, tendieren Marxisten jedoch dazu Anarchismus als  utopisch und unwissenschaftlich zu kritisieren, da er die Übergangsphase der Diktatur des Proletariats zurückweist. Die philosophische Basis des Anarchismus ist Individualismus, Subjektivismus und Freiwilligkeit, welche als kleinbürgerliche Abschweifungen von dem proletarischen Kampf kategorisiert werden können.
Anarchismus ist eine politische [[Philosophie]] welche skeptisch gegenüber [[Autorität]] ist und Zwangshierarchien ablehnt, sowie die bloße Existenz eines [[Staat|Staates]]. Während [[Marxismus|Marxist*innen]] ebenfalls eine staatenlose Gesellschaft ([[Kommunismus|kommunistische]] Gesellschaft) befürworten, tendieren Marxist*innen jedoch dazu, Anarchismus als utopisch und [[Wissenschaft|unwissenschaftlich]] zu kritisieren, da er die Übergangsphase der [[Diktatur des Proletariats]] zurückweist. Die philosophische Basis des Anarchismus ist [[Individualismus]], Subjektivismus und Freiwilligkeit, welche als [[Petite Bourgeoisie|kleinbürgerliche]] Abschweifungen von dem [[Proletariat|proletarischen]] Kampf kategorisiert werden können.


== Ursprung ==
==Ursprung==
Das Aufkommen des Anarchismus is verbunden mit den Namen Schmidt (Stirner), Proudhon und Bakunin, deren utopische Theorien  in den Werken von Marx und Engels kritisiert wurden. Im neunzehnten Jahrhundert hat sich Anarchismus in Frankreich, Italien und Spanien verbreitet.  
Das Aufkommen des Anarchismus ist verbunden mit den Namen Schmidt ([[Stirner]]), [[Proudhon]] und [[Bakunin]], deren utopische Theorien in den Werken von [[Marx]] und [[Engels]] kritisiert wurden. Im neunzehnten Jahrhundert hat sich Anarchismus in [[Frankreich]], [[Italien]] und [[Spanien]] verbreitet.  


== Eigenschaften ==
==Eigenschaften==
Anarchismus geht nicht über allgemeine Sätze gegen Ausbeutung hinaus, er versteht weder was die Ursachen von Ausbeutung sind, noch den Klassenkampf als eine kreative Kraft um Sozialismus zu realisieren. Die anarchistische Ablehnung des politischen Kampfes trägt objektiv zur Unterordnung der Arbeiterklasse unter spießbürgerliche Politik bei. Die essentiellste Sache im Kampf gegen Anarchismus liegt im Problem wie die Revolution in der Sache Staat und des Problems des Staat vorgehen soll. Anarchisten befürworten die sofortige Zerstörung des Staates. Sie erkennen nicht, dass es möglich ist den spießbürgerlichen Staat auszunutzen um das Proletariat für die Revolution vorzubereiten. Nach 1917 wurde Anarchismus in Russland eine konterrevolutionäre Tendenz. Historisch erlebte Anarchismus kurze Wogen der Popularität in Katalonien, dem freien Territorium Ukraine (Makhnovia) und auf der koreanischen Halbinsel. Heute genießt Anarchismus einen gewissen Einfluss in den vereinigten Staaten von Amerika und Europa.<ref>1. 1.0 1.1 1.2 Rosental, M.; e ludin, P. (1973): Diccionario filosófico (p. 13). Buenos Aires: Universo, 1973.</ref>
Anarchismus geht nicht über allgemeine Sätze gegen [[Ausbeutung]] hinaus, er versteht weder was die Ursachen von Ausbeutung sind, noch den [[Klassenkampf]] als eine kreative Kraft, um den [[Sozialismus]] zu realisieren. Die anarchistische Ablehnung des politischen Kampfes trägt objektiv zur Unterordnung der Arbeitendenklasse unter spießbürgerliche Politik bei. Die essentiellste Sache im Kampf gegen Anarchismus liegt im Problem wie die [[Revolution]] in der Sache Staat und des Problems des Staat vorgehen soll. Anarchist*innen befürworten die sofortige Zerstörung des Staates. Sie erkennen nicht, dass es möglich ist, den spießbürgerlichen Staat auszunutzen, um das Proletariat für die Revolution vorzubereiten. Nach 1917 wurde Anarchismus in [[Russland]] eine konterrevolutionäre Tendenz. Historisch erlebte Anarchismus kurze Wogen der Beliebtheit in [[Katalonien]], dem [[Machnowschtschina|freien Territorium Ukraine]] und auf der [[Korea|koreanischen Halbinsel]]. Heute genießt Anarchismus einen gewissen Einfluss in den [[USA|Vereinigten Staaten von Amerika]] und [[Europa]].<ref>1. 1.0 1.1 1.2 Rosental, M.; e ludin, P. (1973): Diccionario filosófico (p. 13). Buenos Aires: Universo, 1973.</ref>


== Unterscheidungen zwischen Marxisten und Anarchisten ==
==Unterscheidungen zwischen Marxismus und Anarchismus==
Die essentiellen Unterscheidungen in den Kriterien Marxisten und Anarchisten wurden von Lenin zu drei fundamentalen Punkten reduziert:
Die essentiellen Unterscheidungen zwischen Marxismus und Anarchismus wurden von [[Lenin]] zu drei fundamentalen Punkten reduziert:


1. Darin dass die Ersten, deren Ende das völlige Absterben des Staates ist, eingestehen dass dieses Ende nur nachdem die sozialistische Revolution Klassen abgeschafft hat erreicht werden kann als ein Ergebnis des Erreichen von Sozialismus. Die Zweiten andererseits wollen den Staat über Nacht vollständig zerstören, ohne die Bedingungen zu verstehen in welcher diese Zerstörung erfolgen kann.
1. Darin, dass die Ersten, deren Ende das völlige Absterben des Staates ist, eingestehen dass dieses Ende nur nachdem die sozialistische Revolution [[Klasse|Klassen]] abgeschafft hat erreicht werden kann als ein Ergebnis des Erreichen von Sozialismus. Die Zweiten andererseits wollen den Staat über Nacht vollständig zerstören, ohne die Bedingungen zu verstehen in welcher diese Zerstörung erfolgen kann.


2. Die Ersten erkennen das Bedürfnis des Proletariats an, nach dem Erobern der politischen Macht, den ehemaligen Staatsmechanismus zu zerstören und ihn mit einem Neuen zu ersetzen. Die Zweiten befürworten die Zerstörung des Staatsmechanismuses und haben eine absolut verwirrte Idee mit was das Proletariat diesen Mechanismus ersetzen muss und wie es revolutionäre Macht ausüben soll. Anarchisten lehnen sogar das Nutzen der Staatsmacht durch das revolutionäre Proletariat ab, ihre revolutionäre Diktatur.  
2. Die Ersten erkennen das Bedürfnis des Proletariats an, nach dem Erobern der politischen Macht, den ehemaligen Staatsmechanismus zu zerstören und ihn mit einem Neuen zu ersetzen. Die Zweiten befürworten die Zerstörung der Staatsmechanismen und haben eine verquere Idee, womit das Proletariat diese Mechanismen ersetzen muss und wie es revolutionäre Macht ausüben soll. Anarchismus lehnt das Nutzen der Staatsmacht durch das revolutionäre Proletariat ab.


3. Die Ersten fordern, dass das Proletariat sich für die Revolution vorbereitet, indem sie den modernen Staat ausnutzen, während Anarchisten ihn ablehnen.<ref>2. Rumiántsev, A. (1981): Comunismo científico (diccionario), p. 14-17. Moscú: Progreso, 1981</ref>
3. Die Ersten fordern, dass das Proletariat sich für die Revolution vorbereitet, indem sie den modernen Staat ausnutzen, während Anarchismus ihn ablehnt.<ref>2. Rumiántsev, A. (1981): Comunismo científico (diccionario), p. 14-17. Moscú: Progreso, 1981</ref>


== Referenzen ==
==Referenzen==
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Aktuelle Version vom 18. Juni 2025, 09:08 Uhr

Anarchismus ist eine politische Philosophie welche skeptisch gegenüber Autorität ist und Zwangshierarchien ablehnt, sowie die bloße Existenz eines Staates. Während Marxist*innen ebenfalls eine staatenlose Gesellschaft (kommunistische Gesellschaft) befürworten, tendieren Marxist*innen jedoch dazu, Anarchismus als utopisch und unwissenschaftlich zu kritisieren, da er die Übergangsphase der Diktatur des Proletariats zurückweist. Die philosophische Basis des Anarchismus ist Individualismus, Subjektivismus und Freiwilligkeit, welche als kleinbürgerliche Abschweifungen von dem proletarischen Kampf kategorisiert werden können.

Ursprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Aufkommen des Anarchismus ist verbunden mit den Namen Schmidt (Stirner), Proudhon und Bakunin, deren utopische Theorien in den Werken von Marx und Engels kritisiert wurden. Im neunzehnten Jahrhundert hat sich Anarchismus in Frankreich, Italien und Spanien verbreitet.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anarchismus geht nicht über allgemeine Sätze gegen Ausbeutung hinaus, er versteht weder was die Ursachen von Ausbeutung sind, noch den Klassenkampf als eine kreative Kraft, um den Sozialismus zu realisieren. Die anarchistische Ablehnung des politischen Kampfes trägt objektiv zur Unterordnung der Arbeitendenklasse unter spießbürgerliche Politik bei. Die essentiellste Sache im Kampf gegen Anarchismus liegt im Problem wie die Revolution in der Sache Staat und des Problems des Staat vorgehen soll. Anarchist*innen befürworten die sofortige Zerstörung des Staates. Sie erkennen nicht, dass es möglich ist, den spießbürgerlichen Staat auszunutzen, um das Proletariat für die Revolution vorzubereiten. Nach 1917 wurde Anarchismus in Russland eine konterrevolutionäre Tendenz. Historisch erlebte Anarchismus kurze Wogen der Beliebtheit in Katalonien, dem freien Territorium Ukraine und auf der koreanischen Halbinsel. Heute genießt Anarchismus einen gewissen Einfluss in den Vereinigten Staaten von Amerika und Europa.[1]

Unterscheidungen zwischen Marxismus und Anarchismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die essentiellen Unterscheidungen zwischen Marxismus und Anarchismus wurden von Lenin zu drei fundamentalen Punkten reduziert:

1. Darin, dass die Ersten, deren Ende das völlige Absterben des Staates ist, eingestehen dass dieses Ende nur nachdem die sozialistische Revolution Klassen abgeschafft hat erreicht werden kann als ein Ergebnis des Erreichen von Sozialismus. Die Zweiten andererseits wollen den Staat über Nacht vollständig zerstören, ohne die Bedingungen zu verstehen in welcher diese Zerstörung erfolgen kann.

2. Die Ersten erkennen das Bedürfnis des Proletariats an, nach dem Erobern der politischen Macht, den ehemaligen Staatsmechanismus zu zerstören und ihn mit einem Neuen zu ersetzen. Die Zweiten befürworten die Zerstörung der Staatsmechanismen und haben eine verquere Idee, womit das Proletariat diese Mechanismen ersetzen muss und wie es revolutionäre Macht ausüben soll. Anarchismus lehnt das Nutzen der Staatsmacht durch das revolutionäre Proletariat ab.

3. Die Ersten fordern, dass das Proletariat sich für die Revolution vorbereitet, indem sie den modernen Staat ausnutzen, während Anarchismus ihn ablehnt.[2]

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ↑ 1. 1.0 1.1 1.2 Rosental, M.; e ludin, P. (1973): Diccionario filosófico (p. 13). Buenos Aires: Universo, 1973.
  2. ↑ 2. Rumiántsev, A. (1981): Comunismo científico (diccionario), p. 14-17. Moscú: Progreso, 1981